Wer wir sind?

Wir sind ein Team aus ganz unterschiedlichen Menschen, die alle Familie, Beruf, eigene Tiere und Verpflichtungen aller Art haben.

Wir haben uns zusammengeschlossen, weil wir ein gemeinsames Ziel haben:

Wir möchten wirksamen, nachhaltigen und seriösen Tierschutz betreiben und möglichst vielen Tieren in Not helfen.

Über das, was „guter Tierschutz“ ist, wird immer wieder kontrovers diskutiert und sicher wird das auch so bleiben.

Tierschutz ist in Deutschland Staatsziel und im Grundgesetz verankert, und unser Team stellt sich dieser Aufgabe mit Ernsthaftigkeit und Selbstlosigkeit.

Unser Ziel ist die Unterstützung unserer Tierschutzpartner – inzwischen in ganz Kreta und zudem auch in anderen Krisenländern wie Ungarn oder Serbien. Wir fördern Kastrationen von Heim- und Streunertieren, sorgen für medizinische Versorgung von Tieren in Not, unterstützen die Aufklärung der Öffentlichkeit, verbessern die Haltungsbedingungen für Kettenhunde der Arche Noah Kreta und verbessern die Strukturen für Fundhunde.

Wir sorgen dafür, dass viele Tiere mithilfe unserer Pflegefamilien auf ein Leben in Deutschland vorbereitet werden und ein gutes Zuhause finden.

Unser Team zeichnet sich durch Kompetenz, Engagement und die unbeirrbare Orientierung am Tier aus. Die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, Fort- und Weiterbildung unserer Teammitglieder über den gesetzlichen Rahmen hinaus sowie die unbedingte Einhaltung des geltenden Rechtsrahmens sind für uns Voraussetzung unserer Arbeit.

Für unsere Vermittlungstiere stehen wir auch nach der Vermittlung – ein Leben lang – ein. Wir sind an einem langfristigen Kontakt zu unseren Adoptivfamilien interessiert.

Als Team von Tierschützerinnen und Tierschützern haben wir eine ehrenamtliche, dem Gemeinwohl dienende Aufgabe übernommen, der wir uns mit Mut, Einsatz und Freude widmen und der wir nach unseren Möglichkeiten und Kräften gerecht werden wollen.

Wir freuen uns über die Bereicherung von Menschen, die ebenso denken und sich dieser wertschöpfenden Aufgabe ebenfalls widmen möchten.

 

Satzungsgemäße Ausgestaltung der Arbeit des Tierschutzvereins Südkreta e.V.

Auszug aus der Satzung
Es soll durch praktische, materielle und finanzielle Hilfe über den internationalen Tierschutz (besonders auf Kreta) und die Not der Tiere vor Ort aufgeklärt, der Tierschutz im Ausland (besonders auf Kreta) gefördert und zu der Beseitigung bestehender Mängel – besonders auf Kreta – beigetragen werden:

Die Satzungszwecke werden hauptsächlich verwirklicht durch:

  • Insbesondere Förderung von nachhaltigen Tierschutzvorhaben (z.B. Instandsetzung und Unterhaltung privater Tierstationen für Hunde und Katzen)
  • Aufklärung von Tierhaltern und Bevölkerung
  • Vermittlung von Tieren in Not in geeignete Familien

Vorbemerkung

  • Das Hauptdefizit in Krisenländern wie Griechenland (hier: Kreta) oder Ungarn ist die mangelnde Bereitschaft der Bevölkerung, ihr Heimtier kastrieren zu lassen, um die unkontrollierte Vermehrung von Streunern einzudämmen.
  • Realiter werden Welpen ausgesetzt und/oder unliebsam gewordene, unkastrierte Heimtiere verjagt, sodass sie sich weiter unkontrolliert vermehren, anstatt sie ordentlich zu versorgen und an der Welpenproduktion zu hindern.
  • Fachleute sind sich einig, dass dies der Hauptgrund für die in vielen Krisenländern, so auch auf Kreta oder in Ungarn, bestehende Streunerproblematik ist (vgl. WHO).
  • Weiterhin ist auch die ständige bestehende Überpopulation von Tieren in Not mit drohenden Infektionen, Erkrankungen, negativen sozialen Folgen ein eigens bestehendes Defizit, das nur durch die verantwortungsvolle Tiervermittlung werden kann.

Somit setzt der Tierschutzverein Südkreta e.V. konsequent auf die Förderung von Kastrationen und die Etablierung entsprechender Strukturen (personell, kulturell, apparativ, politisch), um nachhaltigen Tierschutz zu fördern und künftiges Elend zu verringern und bestehendes Elend durch Tieraufnahme und Weitervermittlung zu beseitigen.

Die Tiervermittlung ist zwingend notwendig und nicht durch andere Maßnahmen zu ersetzen, um die genannten Ziele und Zwecke des Tierschutzvereins zu realisieren.

 

Die finanziellen Mittel, um

  • a) den Tierschutz im Ausland zu fördern und
  • b) zu der Beseitigung bestehender Defizite beizutragen

sind notwendigerweise aus der Tiervermittlung zu generieren.

 

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck des Vereins ist die Entwicklung, Verwirklichung und Förderung von Maßnahmen des Tierschutzes im internationalen Kontext, besonders auf Kreta.

  • Der Tierschutzverein Südkreta e.V. ist non profit Organisation. Es besteht keinerlei Gewinnabsicht – es werden jährlich Jahresabschlüsse vorgelegt, die deutlich machen, dass mit den Erlösen gemeinnützige Projekte gefördert werden und kein Überschuss erzielt wird.
  • Alle Aktivitäten erfolgen mit hohem ehrenamtlichem Engagement und selbstlos.

Materielle und finanzielle Hilfe: Sammeln von Geld- und Sachspenden, Hilfsgütern aller Art, z.B. Transportboxen, Futterspenden, medizinische Versorgungsgüter, für die kooperierenden Partner.

Sachspenden werden mehrmals jährlich an die Partner in Ungarn und Kreta übermittelt. Diese helfen, die satzungsgemäßen Ziele zu realisieren. Ein wirkungsvolles Netzwerk für die Verwirklichung der satzungsgemäßen Ziele des Vereins ergibt sich vorrangig aus der Gruppe von Menschen, die durch eine Tierübernahme, Tierrettung o.ä. mit dem Verein verbunden sind. Eine langfristige Verbundenheit wird angestrebt.

Beseitigung struktureller Defizite, Förderung wirksamer Strukturen zur Errichtung, zum Ausbau und Erhalt des Tierschutzes in den kooperierenden Regionen.

  • Tierschutz auf Kreta oder in Ungarn ist zugleich auch Menschenschutz: Durch die Wirtschaftskrise sind immer weniger Griechen in der Lage, ihre Tiere angemessen zu versorgen, selbst wenn sie es wollten – sowohl was die Futterbereitstellung angeht, aber vorrangig auch tierärztliche Versorgung und Kastration. Eine einzelne unkastrierte Hündin produziert bei konservativer Schätzung in 5 Jahren eine Population von mehr als 2.000 Individuen. Daher steht die Förderung von Kastrationen und der Ausbau der Akzeptanz von Kastrationen im Vordergrund der Aktivitäten des Tierschutzvereins Südkreta e.V.. Durch die finanzielle (Förderung von Kastrationsprojekten) und materielle Hilfe (Futter, Medikamente) seitens des Tierschutzvereins Südkreta e.V. werden Hundehalter unterstützt und befähigt, sich gesetzeskonform bzw. tierorientierter zu verhalten, ihre Tiere kastrieren, chippen und impfen zu lassen und somit viel Elend sowie auch Erkrankungen etc. bei Mensch und Tier zu vermeiden. Insbesondere werden dabei auch Projekte mit ortsansässigen Tierärzten durchgeführt, um die notwendigen nachhaltigen Strukturen zur Einhaltung des Tierschutzes zu fördern und die Akzeptanz von Kastrationen bei Heimtieren zu befördern.
  • Die Strukturen für einen verbesserten Tierschutz aufzubauen bzw. zu fördern (Kastrationen, Zusammenarbeit mit den Tierärzten vor Ort, Aufbau und Instandhaltung der Tierstationen, Information der Öffentlichkeit, Aufklärung von Tierhaltern, Kettenhundversorgung, Hundehüttenbau) erfordern viel Geld, was nicht durch Spendenaufkommen oder Mitgliedsbeiträge gedeckt werden kann. Dazu zählen Fahrtkosten, Telefonkosten, Futtermittel, Medikamente, Tierarztkosten, Hygienekosten, Wasserversorgung, Gehegebau und –instandhaltung, Hundehüttenfertigung etc.

Aufnahme von Tieren in Not, z. B. aus ausländischen Tierheimen, Förderung der notwendigen tiermedizinischen Versorgung und Pflege, Weitervermittlung in geeignete Familien.

  • Die Tiervermittlung ist unmittelbarer, notwendiger Zweck des Vereins. Keine der genannten Aktivitäten (Strukturaufbau, Förderung nachhaltiger Projekte) mit dem Gesamtziel der Förderung des Tierschutzes und Beseitigung bestehender Defiziten ist solitär, losgelöst von den anderen, realisierbar.
  • Es werden von den Partnern des Tierschutzvereins Südkreta nur diejenigen Tiere aufgenommen, für die es unmittelbar notwendig ist, weil sie an Leib und Leben unmittelbar bedroht sind – Welpen, säugende Mütter sowie verletzte Tiere, bei denen also eine Versorgung zwingend geboten ist. Mit dieser Handhabung im Auslandstierschutz folgt der Tierschutzverein Südkreta e.V. den Empfehlungen des Deutschen Tierschutzbundes und anderen großen Tierschutzorganisationen1. Adulte (Streuner-) Tiere werden gemäß der internationalen Empfehlungen kastriert und wieder ausgesetzt („Catch, Neuter, Release“). Tierversorgung bedeutet in den genannten Notfällen aber Aufnahme der Tiere, da eine Versorgung z.B. von Welpen in der Wildnis nicht möglich ist. Die Tiervermittlung in deutsche Pflegestellen ist zwingend erforderlich, da jeder der Partner nur über eine begrenzte Kapazität an Aufnahmemöglichkeiten verfügt, die innerhalb weniger Wochen überfüllt wären, wenn nicht durch Tiervermittlung eine Reduktion des Bestandes erfolgen würde. Ohne die qualifizierte Tiervermittlung wären die Partner vor Ort binnen weniger Wochen aufgrund des starken Nachschubs nicht mehr handlungsfähig, die Tierschutzaktivitäten gemäß Satzung des Tierschutzvereins Südkreta e.V. nicht mehr fortführbar.
  • Die angemessene Versorgung und Pflege eines aufgefundenen Welpen auf Kreta erfordert bis zu seiner Ausreise ein erhebliches Maß an Finanzmitteln, was durch die Vermittlungsgebühr nicht kostendeckend aufgefangen werden kann. Der Tierschutzverein investiert einen Teil der eingenommenen Vermittlungsgebühr trotz der bestehenden Unterdeckung der zu investierenden Kosten der Partner in Projekte, um den Zustrom weiterer Tiere in Not zu vermeiden – und investiert damit in nachhaltigen Tierschutz, der sich nicht in Tiervermittlung erschöpft
  • Während sich die ethisch unbedenkliche Reduktion der Bestandstiere auf eine Tiervermittlung nach Deutschland beschränkt, findet der unaufhörliche Strom neuer Tiere in Not viele Wege:
    • In der Reisezeit (Kreta: April – Oktober jeden Jahres) erreichen die Vorstandsvorsitzende täglich (z.T. mehrere) Anrufe sowie Emails von deutschen Urlaubern, ferner gehen Hilferufe per Facebook ein von Menschen, die dringend sofortige Hilfe erbitten, weil sie z.b. auf Kreta mit dem enormen Welpenelend konfrontiert sind und deren Anliegen es ist, nachhaltigen Tierschutz zu fördern bzw. „ihre“ Fundtiere versorgt zu wissen.
    • Es werden den Partnern vor Ort wöchentlich Welpen aufs Grundstück geworfen.
    • Es werden an belebten Stätten, etwa Supermärkten, Kartons mit Welpen ausgesetzt, ausgediente Jagdhunde werden zum Verhungern aufgehängt oder nahezu stranguliert. Ausgezehrte ehemalige Kettenhunde, oft als „Gebärmschinen“ missbraucht, werden am Grundstück angebunden.
    • Es wird den Partnern gedroht, z.B. „Ich erschlage die Hündin und ihre Welpen, wenn ihr sie nicht sofort abholt“.
    • In Müllbeutel eingewickelte Hunde werden zufällig in Müllcontainern gefunden und zu den Partnern gebracht.
    • Usw.
  • Der Tierschutzverein Südkreta e.V. unterhält einige ehrenamtlich tätige Pflegestellen in Deutschland. Diese nehmen Tiere in Not (auch aus Deutschland) temporär in ihrem Haushalt auf; die Vermittlung erfolgt von diesen Pflegestellen aus.
  • Die zwingend notwendigen Kastrationen, um weiteren Nachschub zu dezimieren, sowie die Versorgung von Kettenhunden – mit der der Tierschutzverein Südkreta e.V. Anstrengungen unternimmt, die Situation für Hunderte von Tieren zu verbessern und Einfluss auf die Tierhalter zu nehmen, um weitere Vermehrung zu verhindern, bedarf einer Finanzierung durch einen Teil der Erlöse, die durch die Tiervermittlung erzielt werden. Die Aktivitäten, die der Tierschutzverein Südkreta e.V. unternimmt, um die Situation für Tier – und Mensch – zu verbessern (Strukturaufbau, Kastrationen, Kettenhundversorgung, Aufklärung von Einheimischen etc.) – sind personalintensive, zeitaufwändige und teure Projekte, die nur durch enormes ehrenamtliches Engagement vieler Menschen sichergestellt werden kann. Die dazu notwendigen finanziellen Mittel lassen sich nicht hinreichend durch Spenden / Mitgliedsbeiträge generieren.

Vernetzung mit anderen Organisationen, die sich für den Tierschutz, besonders im Ausland, einsetzen. Pflege des Erfahrungsaustausches und des persönlichen Kontaktes untereinander. Herstellung und Pflege von Kontakten zu Verbänden, Behörden, politischen Einrichtungen sowie die Einbindung in internationale Organisationen, deren Zweck die Verbesserung des Tierschutzes im Ausland ist.

  • Die Vernetzung erfolgt mit in- und ausländischen Tierärzten, mit einigen Tierheimen z.B. in Deutschland, mit Futtermittelherstellern, mit anderen Tierschutzorganisationen wie der Arche Noah Kreta, der Tierhilfe Sitia oder Friends of Animals Rethymnon.
  • Mit verschiedenen Tierheimen in Deutschland besteht eine gute Kooperation. Vom Tierschutzverein Südkreta e.V. können jährlich etwa 10-12 Abgabetiere deutscher Herkunft vor einem schlimmen Schicksal bewahrt werden – wenn sich verzweifelte Menschen mit der Bitte an den Tierschutzverein Südkreta e.V. wenden, ihr Tier aufzunehmen und weiterzuvermitteln, nachdem sie z.T. bereits von verschiedenen Tierheimen abgewiesen worden sind.

Information und Öffentlichkeitsarbeit über die Situation des Tierschutzes in EU-Ländern, besonders in Griechenland (Kreta), zur Beseitigung von Verletzungen des Tierschutzes sowie zur Vermeidung unkontrollierter Vermehrung von Tieren.

Der Tierschutzverein Südkreta e.V. informiert in vielfältiger Form über seine Arbeit. In Griechenland ist die Überzeugung der Bevölkerung zur Vermeidung unkontrollierter Vermehrung sowie zum Abbau von Verletzungen des Tierschutzes gekennzeichnet von einer aufwändigen politischen Netzwerkarbeit, die personal-, zeit- und kostenintensiv ist und die durch Spendenaufkommen nicht gedeckt werden kann. Die Partner, Mitglieder und Helfer des Tierschutzvereins Südkreta e.V. erbringen für entsprechende Kampagnen eine hohe ehrenamtliche Leistung.